PRAESENTATION
Es geht um Berufsbildung und Beschäftigung. Die Türkei befindet sich in einer Zwickmühle, die bedrohlichere Ausmasse nimmt.

Der Weg zu Berufsbildung und Beschäftigung läuft nach einer weit verbreiteten irrtümlichen Einschätzung in der Türkei über das Hochschulstudium. Dabei sollte die Funktion der Universitäten nicht diese sein. Damit wird Forschung vernachlässigt und die Universität auf Schule degradiert.

Demgegenüber wird versucht, die Ausbildung der qualifizierten Arbeitskräfte durch ein rein schulisches Modell aufzufangen, das veraltet und unter mehreren Generaldirektionen des Bildungsministeriums geteilt und deshalb sehr aufwending ist und ausserdem den Erfordernissen des Arbeitsmarkts nich entspricht.

Zwar haben die Berufsbildungsgesetze, Nr. 2089 und 3308 vom Jahre 1977 und 1986, das duale Berufsbildungsmodell eingeführt, aber eine erfolgreiche Umsetzung ist bisher noch nicht der Fall. Denn die betriebliche Ausbildungskomponente ist noch nicht ausreichend geregelt und ausgerüstet. Aucht fehlt es noch an Engagement der Berufsverbände. Die einzige Ausnahme dazu bietet die hoffnungversprechende Novellierung des Handwerksgesetzes im Jahre 1991.

MEKSA versucht nun seit 22 Jahren durch Modellprojekte und überbetriebliche Ausbildungsstätten und durch Anregung einer Beteiligung der Sozialpartner diese Lücke aufzufüllen. Eine lange Strecke ist zwar beschritten, aber vor uns liegt eine noch längere vor.

Die Struktur von MEKSA, die relevante Institutionen des öffentlichen Sektors wie der Wirtschaft in sich vereint, bietet für erfolgversprechende Zusammenarbeit eine geeignete Plattform.

Dr. Ýrfan YAZMAN

Generalsekretär

KAPAT